Studie zeigt Rassenunterschiede bei Opioid-Rezepten der Notaufnahme

Die Ergebnisse des Teams zeigen, dass schwarze Patienten, die Notaufnahmen mit Rücken- und Bauchschmerzen aufsuchen, signifikant seltener Opioid-Rezepte erhalten als weiße Patienten mit gleichem Schmerzniveau. Diese Zustände werden als "nicht definitive Zustände" bezeichnet, da sie keine klare klinische Darstellung haben und oft schwer zu diagnostizieren sind. Es ist wichtig zu beachten, dass bei Besuchen, die sich auf Frakturen, Nierensteine ​​oder Zahnschmerzen beziehen, kein Unterschied festgestellt wurde. Angesichts der verschreibungspflichtigen Opioid-Epidemie im ganzen Land stehen Ärzte und Krankenhäuser zunehmend unter dem Druck, bei der Verschreibung solcher Medikamente wachsam zu sein. Daher verlassen sich Ärzte möglicherweise auf subjektive Merkmale wie die Rasse, wenn sie Opioide für schmerzbedingte Erkrankungen verschreiben.

Die Forscher führten ihr Experiment unter Verwendung der National Hospital Ambulatory Medical Care Survey (NHAMCS) durch. Bei der Untersuchung von Medikamenten, die über einen Zeitraum von fünf Jahren von 2007 bis 2011 in Notaufnahmen verschrieben und verabreicht wurden, stellten sie einen signifikanten Unterschied in der Wahrscheinlichkeit fest, Opioid-Rezepte für weiße im Vergleich zu schwarzen Patienten zu erhalten. Bisherige Studien haben solche Ungleichgewichte bei Opioidverordnungen bei Besuchen in der Notaufnahme nicht untersucht.

Diese Ergebnisse zeigen, dass Schwarze, die mit vagen Schmerzen in die Notaufnahme kommen, seltener ein Opioid-Rezept erhalten als weiße Patienten, wahrscheinlich, weil Schwarze häufiger als Drogensuchende stereotypisiert werden. Eine solche Diskriminierung könnte zu einer Zunahme der bestehenden Rassendisparitäten in Bezug auf Gesundheit und Schmerzkontrolle führen. Darüber hinaus zeigen neuere Studien eine höhere Prävalenz des Drogenmissbrauchs bei Weißen. Diese diskriminierenden Verschreibungspraktiken könnten dazu beitragen.

"Der Zugang zur Gesundheitsversorgung und Entscheidungen zur Schmerztherapie sollten unabhängig von der ethnischen Zugehörigkeit der Patienten getroffen werden. Die Leistungserbringer müssen für ihre inhärenten Vorurteile sensibilisiert werden, damit sie bewusst vermeiden können, dass diese Vorurteile ihr Verhalten in der Praxis beeinflussen", so Dr. Singhal sagte in dem Artikel.

Zusätzlich zu den rassischen Unterschieden bei der Schmerztherapie bei vagen Schmerzzuständen wirft diese Untersuchung die verwirrende Frage auf, ob schwarze Patienten unter- oder weiße Patienten überverschrieben werden. Während schwarze Patienten von solchen Vorurteilen nicht profitieren, könnte eine unbeabsichtigte Folge sein, dass sie ein geringeres Risiko haben, an Opioiden zu erkranken, weil sie weniger Opioidverordnungen erhalten.