Forschungsinitiative präsentiert neue Verkehrstechnologien für Städte | 2020

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Anonim

Vor allem im stark befahrenen Verkehr muss der Fahrer bereit sein, schnell auf Unerwartetes zu reagieren. Für den Fraunhofer IAO-Projektleiter Frederik Diederichs gilt das gleiche Prinzip für Fahrerassistenzsysteme: "In Zukunft müssen die Assistenzsysteme wissen, was die Fahrer tun, bevor sie es tatsächlich tun. Um intuitivere Systeme zu entwickeln, Speziell für UR: BAN haben wir das Vehicle Interaction Lab des Fraunhofer IAO erweitert und einen Algorithmus zum Erkennen von Absichten entwickelt ", sagt Diederichs. Dieser neue Algorithmus wurde in ein BMW Forschungsfahrzeug eingebaut und wird auch bei der Vorstellung der Projektergebnisse der Initiative zu sehen sein.

Veranstaltungsmotto: Sicher, effizient und stressfrei durch die Stadt der Zukunft fahren

Zum Abschluss der vierjährigen Forschungsaktivitäten werden die Ergebnisse im Rahmen einer offiziellen Abschlusspräsentation am 7. und 8. Oktober 2015 in Düsseldorf präsentiert. Bei dieser Veranstaltung haben rund 300 Gäste die Möglichkeit, zwei Tage zu verbringen sich mit den neuesten Technologien und ausgeklügelten Systemen vertraut zu machen und direkt mit den Experten zu sprechen. Neben Vorträgen und Ausstellungen bietet die Veranstaltung eine breite Palette von Fahrdemonstrationen, um die neuen Technologien vorzustellen. Forscher aus den drei Projektgebieten von UR: BAN präsentieren eine Vielzahl von Exponaten sowie rund 50 Fahrzeugdemonstratoren.

Die Mitglieder des Cognitive Assistance-Projektteams werden Live-Demonstrationen neuer Systeme veranstalten, die in alltäglichen Situationen des Stadtverkehrs helfen sollen, z. B. beim Gegenverkehr bei Engpässen, beim Spurwechsel auf engem Raum und beim Einsatz von Notfallmaßnahmen zur Vermeidung von Kollisionen mit Fußgängern und Radfahrern. Die Komplexität des Stadtverkehrs erfordert eine zuverlässige Erkennung aller Verkehrsteilnehmer in der Umgebung. Und dazu gehört erstmals auch das Erkennen eines wahrscheinlichen Fußgängerverhaltens.

Eines der Highlights der Projektpräsentation von Networked Traffic System wird die Ampelassistenzfunktion für den Einsatz unter realen Verkehrsbedingungen sein. Hier wird das Überqueren einer Kreuzung entweder zu einem teilautomatisierten Vorgang oder zu einem Vorgang, bei dem dem Fahrer Empfehlungen gegeben werden, wie er am besten überqueren kann. Zahlreiche Testfahrzeuge werden die verschiedenen Funktionen zum Leben erwecken - vom Kreuzungspiloten über den Phasenampelassistenten bis zum Verzögerungsassistenten.

Die Arbeit im Projektbereich Human Factors in Traffic konzentrierte sich auf die verschiedenen Arten der Interaktion von Menschen mit dem Stadtverkehr. Es wurden neue Methoden und Systeme entwickelt, um diesen Aspekt des menschlichen Verhaltens zu erforschen. Beispielsweise kann ein System anhand der Kopfbewegungen der Fahrer frühzeitig erkennen, was sie als Nächstes wahrscheinlich tun, und ihnen so dabei helfen, die Herausforderungen des Stadtfahrens zu meistern.

UR: BAN ist die Abkürzung für den deutschen Namen der Forschungsinitiative, der mit "Stadtraum: Nutzerorientierte Assistenzsysteme und Netzwerkmanagement" übersetzt wird. Insgesamt 31 Partner aus der Automobil- und Zulieferindustrie, Elektronik- und Softwareunternehmen, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Städten haben gemeinsam neue Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für den Einsatz in Städten entwickelt. Das Budget der Forschungsinitiative belief sich auf 80 Millionen Euro. Die Hälfte dieser Mittel wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bereitgestellt.