Genetische Mutationen, die zu Makuladegenerationsblindheit führen, wurden durch neue Forschungen ermittelt

Forscher der Universität Manchester führten eine Strukturanalyse der X-chromosomalen Retinoschisis (XLRS) durch, einer genetisch bedingten Erkrankung, die zu einer Art Makuladegeneration führte, bei der sich die inneren Schichten der Netzhaut spalteten, was zu schwerem Sehverlust und allmählicher Erblindung führte. Derzeit gibt es keine wirksame Behandlung für XLRS. Die Forschung konzentriert sich auf das Verständnis, wie die Krankheit in der Netzhaut auftritt.

XLRS wird durch Mutationen im Retina-Protein Retinoschisin verursacht. Das Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der zellulären Organisation der Netzhaut, indem es sich zu gepaarten octameren Ringen (bestehend aus acht Retinoschisin-Ringen) zusammensetzt. Die Ringe ähneln jeweils einem 8-Blatt-Propeller. Diese neue strukturelle Einsicht lieferte wichtige Hinweise darauf, wie Retinoschisin seine entscheidende Rolle in der Netzhaut spielt, und spornte Bemühungen an, zu untersuchen, was mit dieser Struktur geschieht, wenn sie in XLRS mutiert.

Mit einem Kryo-Elektronenmikroskop untersuchte das Team die gepaarten Ringe sowie die Auswirkungen von zwei XLRS-Mutationen auf die Ringe. Die Auswirkungen dieser Mutationen waren, obwohl berichtet wurde, dass sie die Krankheit verursachen, unbekannt und könnten Erklärungen dafür liefern, wie das normale Protein in der Netzhaut funktioniert.

Clair Baldock, Professor für Biochemie an der Universität von Manchester und Hauptautor der Arbeit des Forscherteams, sagte, die Kryo-Elektronenmikroskopie ermögliche es ihnen, die Position der Mutationen auf den Ringen zu bestimmen.

"Wir fanden heraus, dass sich eine krankheitsverursachende Mutation an der Grenzfläche zwischen den Octamer-Ringen befindet, wodurch Retinoschisin weniger stabil ist. Die andere Mutation befindet sich an der Propellerspitze, von der wir glauben, dass sie eine neuartige Wechselwirkungsstelle für andere Bindungsproteine ​​in der Retina darstellt."

Das Forscherteam identifizierte nicht nur die Mutationen und kartografierte ihre Standorte genau, sondern wies auch darauf hin, dass künftige Arbeiten zu genetischen Eingriffen und Behandlungen führen könnten, die den durch XLRS verursachten Schaden begrenzen oder verhindern könnten.

"XLRS ist ein vielversprechender Kandidat für die Gentherapie, daher sind unsere Erkenntnisse zu diesen beiden verschiedenen Mutationsklassen für zukünftige Therapiestrategien aussagekräftig", so Professor Baldock abschließend.

Der Artikel mit dem Titel "Strukturanalyse von X-chromosomalen Retinoschisis-Mutationen enthüllt entfernte Klassen, die die Retinoschisin-Funktion unterschiedlich beeinflussen" wurde in der Zeitschrift veröffentlicht Humane Molekulargenetik.