Studie zitiert Lücke zwischen Theorie und Praxis in der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen | 2020

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Anonim

In einem von einem Rechtsprofessor der Indiana University mitverfassten Artikel wurde jedoch festgestellt, dass Agenturen häufig adaptives Management anwenden, um das Lernen nicht zu fördern. Diesen Ansatz nennen die Autoren "AM Lite".

"Alle sind sich einig, dass adaptives Management das Richtige ist und alle Agenturen versprechen dies ausdrücklich", sagte Robert L. Fischman, Richard S. Melvins Professor für Rechtswissenschaft an der IU Maurer School of Law. "Unsere Studie zeigt, dass es eine beunruhigende Lücke zwischen Theorie und Praxis gibt."

Der Artikel "Beurteilung adaptiver Managementpraktiken von US-Agenturen" wird in der Zeitschrift veröffentlicht Naturschutzbiologie und ist jetzt online verfügbar. Mitautor ist J.B. Ruhl, der David Daniels Allen Distinguished Chair of Law an der Vanderbilt University.

Adaptives Management ist ein Ansatz zur Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen, der die Überwachung der Folgen von Entscheidungen und Methoden zur Anpassung eines Bewirtschaftungsplans bei seiner weiteren Umsetzung umfasst. Idealerweise, so Fischman, erstellen Manager Experimente, die aufzeigen, ob Entscheidungen effektiv sind. Zu diesen Plänen gehören auch Bestimmungen für die Überwachung, klare Schwellenwerte für die Entscheidung, wann sich das Management ändern sollte, und detaillierte Bestimmungen für die Änderung.

Manager implementieren häufig "passive" Formen des adaptiven Managements, die zwar nicht ideal sind, es ihnen jedoch ermöglichen, herauszufinden, ob ihre Managementpläne erfolgreich sind, und Änderungen vorzunehmen, wenn dies nicht der Fall ist. Laut der Studie entscheiden sich die Agenturen jedoch häufig für "AM Lite" -Ansätze, die die Fähigkeit der Manager, auf ihrem Weg zu lernen, kurzschließen.

Fischman und Ruhl untersuchten die Verwendung des adaptiven Managements durch eine genaue Prüfung von Gerichtsentscheidungen, in denen Entscheidungen zum Ressourcenmanagement angefochten wurden. Sie konzentrierten sich auf 53 Entscheidungen, die das Gesetz auf einige Aspekte der Praxis des adaptiven Managements anwendeten.

In dem Papier werden mehrere Beispiele angeführt, in denen umgestürzte Entscheidungen zum Ressourcenmanagement aufgrund fehlerhafter Ansätze zum adaptiven Management beurteilt werden.

In einem Fall lehnte ein Richter einen Plan zur Verwaltung von Bewässerungssystemen im kalifornischen Central Valley ab, da darin keine Schwellenwerte festgelegt wurden, die zusätzlichen Schutz auslösen, wenn der Lebensraum eines gefährdeten Fisches zu stark beeinträchtigt wird. In einem anderen Fall lehnte ein Richter die Abschaffung des Grizzlybären ab, da der Vorschlag vage, prozedurale Antworten auf eine mögliche Reduzierung der Nahrungsquelle des Bären enthielt, ohne darauf hinzuweisen, ob sie funktionieren würden.

Ein weiteres Projekt betraf den Betrieb von Staudämmen am Columbia River im pazifischen Nordwesten. Ein Richter kritisierte "vage" Versprechen, unspezifische Maßnahmen zu ergreifen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt würden.

Während Ressourcenmanager mit adaptivem Management bessere Arbeit leisten könnten, schlagen Fischman und Ruhl eine Überarbeitung der Gesetze und des Verwaltungsrechts vor, um eine bessere Orientierung und Klarheit zu schaffen. Eine weitere Empfehlung: Bereitstellung einer konsistenten Finanzierung zur Deckung der laufenden Kosten für die Umsetzung von Managementplänen, nicht nur der Kosten für die Entwicklung der Pläne.

"Wir denken, dass adaptives Management nicht teurer ist", sagte Fischman. "Für die Überwachung ist jedoch ein stetiger Finanzierungsstrom erforderlich, wie dies bei einer Agentur normalerweise nicht der Fall ist."