Ähnliche Proteine ​​schützen die Haut von Menschen, Schildkröten | 2020

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Anonim

Das Schildkrötenpanzer ist ein sehr erfolgreiches Konzept der evolutionären Entwicklung und seine Abwehrfunktion unterscheidet Schildkröten und Schildkröten deutlich von anderen Reptilien. In der Studie untersuchte die Arbeitsgruppe um Leopold Eckhart die Gene, die für die Hautschichten der Schale der Europäischen Sumpfschildkröte und einer nordamerikanischen Schildkrötenart verantwortlich sind, um sie mit den Genen der menschlichen Haut zu vergleichen.

Die Studienergebnisse legen nahe, dass eine harte Schale als Ergebnis von Mutationen in einer Gruppe von Genen gebildet wurde, die als Epidermal Differentiation Complex (EDC) bekannt sind. Vergleiche von Genomdaten verschiedener Reptilien lassen vermuten, dass die dafür verantwortlichen EDC-Mutationen vor etwa 250 Millionen Jahren aufgetreten sind, als sich Schildkröten von anderen Reptilien abgespalten haben.

Menschen und Schildkröten teilen einen gemeinsamen Vorfahren

Bemerkenswert ist, dass die grundlegende Organisation der EDC-Gene bei Menschen und Schildkröten ähnlich ist. Dies lässt den Schluss zu, dass die prototypischen EDC-Gene bei einem gemeinsamen Vorfahren entstanden sind, der vor 310 Millionen Jahren lebte und modernen Reptilien ähnlich war.

Bei Schildkröten entwickelten sich diese Gene zu Proteinen, die eine deutliche Verhärtung der äußeren Hautschicht, eine verstärkte Vernetzung und damit die Bildung einer Schale bewirken. Beim Menschen schützen die EDC-Gene die Haut vor dem Eindringen von Mikroben und Allergenen.

Diese neue Studie zeigt, dass evolutionär verwandte Gene sowohl beim Menschen als auch bei Schildkröten und Schildkröten eine Schutzfunktion haben. Durch den Vergleich der Haut von Mensch und Tier soll das Zusammenspiel von Proteinen besser verstanden werden. Das daraus abgeleitete Wissen könnte zukünftig zu medizinischen Anwendungen führen, beispielsweise zu einer verbesserten Behandlung der Psoriasis, bei der EDC-Genmutationen gefunden werden.

An der Studie nahmen teil: Zentrum für Integrative Bioinformatik Wien (CIBIV), Max F. Perutz Laboratories, Universität Wien; Veterinärmedizinische Universität Wien, Tiergarten Schönbrunn und Universität Bologna.