Von der Kernforschung zur Operationstechnik | 2020

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Anonim

ALF-X, das für "Advanced Laparoscopy through Force Reflection" (Fortgeschrittene Laparoskopie durch Kraftreflexion) steht, wurde ursprünglich von Emilio Ruiz Morales, einem spanischen Ingenieur, entwickelt, der zu dieser Zeit an nuklearen Sicherheitsvorkehrungen der GFS arbeitete. Das System verfügt über eine Reihe von Funktionen für einfachere, sicherere und verbesserte laparoskopische chirurgische Eingriffe zum Wohl des Patienten. Die Hauptmerkmale sind Tastsensorik, vielseitige und benutzerfreundliche Roboterarme, komfortable und ergonomische Chirurgenkonsole und Blickverfolgung. Beispielsweise ermöglicht die taktile Abtastung dem Chirurgen eine bessere Wahrnehmung von Kräften, die von chirurgischen Roboterinstrumenten auf das Gewebe des Patienten ausgeübt werden, und ermöglicht es ihm, genaue und empfindliche Gewebemanipulationen durchzuführen. Das System begrenzt auch die angewendeten Kräfte, vermeidet Nahtbrüche (chirurgische Nähte) und reduziert Schäden, die durch chirurgische Werkzeuge bei Schlüssellochoperationen an der Inzision verursacht werden. Darüber hinaus können die Roboterarme vom OP-Personal einfach bedient und schnell konfiguriert werden.

Diese neue Technologie basiert auf der GENERIS-Software, mit der mechanische "Arme" gesteuert wurden, um hochradioaktives Material in Lagerbereichen zu manipulieren. Die von der GFS gehaltenen Patente wurden 2008 zunächst an das italienische Unternehmen Sofar lizenziert. Sofar investierte unter der technischen Leitung von Emilio Ruiz Morales in mehr Forschung und Entwicklung, CE-Zertifizierung und Produktionsaufbau. Um die Produktforschung weiter zu finanzieren und dieses Medizinprodukt weltweit zu vermarkten, arbeitet Sofar jetzt mit TransEnterix Inc zusammen, einem weltweit führenden Unternehmen in der Roboterchirurgie. Zu diesem Zweck wurde eine neue Firma gegründet, die in Kürze in "TransEnterix Italia" umbenannt wird. Das Gerät erhielt die CE-Kennzeichnung im Jahr 2012.

Die neue Lizenzvereinbarung, die von der GFS neu ausgehandelt wurde, wird im Laufe ihrer Laufzeit (d. H. Bis 2027) Lizenzgebühren einbringen, die in die Forschung der GFS reinvestiert werden.