Neue Studien untersuchen die Auswirkungen von Schutzgebieten auf Armut und das Wohlergehen der Menschen | 2020

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Anonim

Die Antworten auf diese wichtigen Fragen sind überraschend schwer zu fassen, aber für die Entwicklung wirksamer Erhaltungsstrategien unbedingt erforderlich. Praktiker benötigen glaubwürdige wissenschaftliche Nachweise darüber, inwieweit sich Schutzgebiete auf die ökologischen und sozialen Ergebnisse auswirken und wie sich diese Auswirkungen je nach Kontext unterscheiden. Solche Beweise fehlen, aber die Situation ändert sich, da Naturschutzwissenschaftler differenziertere Forschungskonzepte anwenden, um die früheren Auswirkungen von Schutzgebieten zu bewerten und ihre zukünftigen Auswirkungen vorherzusagen. Als Ergänzung zu diesen wissenschaftlichen Fortschritten legen Naturschutzförderer und -praktiker zunehmend Wert darauf, ihre Investitionen mit wissenschaftlich strengeren Bewertungskonzepten zu bewerten.

Diese Themenausgabe von Philosophische Transaktionen der Royal Society B hebt die jüngsten Fortschritte in der Wissenschaft der Evaluierung von Schutzgebieten hervor und untersucht die Herausforderungen bei der Entwicklung einer glaubwürdigeren Beweisgrundlage, auf der Gesellschaften ihre Ziele des Naturschutzes bei gleichzeitiger Verbesserung des menschlichen Wohlergehens erreichen können.

Die beiden von WCS mitverfassten Artikel:

Schutzgebiete und Armut von Daniel Brokington von der University of Manchester und David Wilkie von WCS

Zusammenfassung: Schutzgebiete sind umstritten, weil sie für die Erhaltung so wichtig sind und weil sie Glück und Unglück ungleich verteilen. Die Art dieser Verteilung und insbesondere das Verhältnis zwischen Schutzgebieten und Armut wurde in akademischen und politischen Debatten sowie in Bezug auf die Gebiete der Schutzgebiete selbst heftig umstritten. In diesem Artikel überprüfen die Autoren die Ursprünge dieser Debatte und zeichnen die wichtigsten Momente auf. Anschließend skizzieren sie die fortdauernden Brennpunkte und Möglichkeiten, mit denen weitere Evaluierungsstudien die Evidenzbasis für die Politikgestaltung und die Praxis der Erhaltung verbessern könnten.

Leitlinien für die Bewertung der Auswirkungen von Naturschutzmaßnahmen auf das Wohlergehen des Menschen von Emily Woodhouse von WCS, Katherine M. Homewood vom University College London, Emilie Beauchamp vom Imperial College London, Tom Clements von WCS und J. Terrence McCabe von der University of Colorado , David Wilkie von WCS und EJ Milner-Gulland vom Imperial College London

Zusammenfassung: Naturschutzprogramme wie Schutzgebiete können erhebliche positive und negative Auswirkungen auf die lokale Bevölkerung haben. Diese Auswirkungen können ökonomisch sein, einschließlich Einkommen, Wohnen und Lebensunterhalt, aber auch soziale Beziehungen und das Lebensgefühl der Menschen können von der Erhaltung betroffen sein. Die Autoren untersuchen das Konzept des Wohlbefindens, das diese verschiedenen Dimensionen umfasst, und schlagen neun Prinzipien vor, die Naturschützern helfen können, ihre Auswirkungen auf das Leben der Menschen besser zu verstehen. Dazu gehört, dass sichergestellt wird, dass die Prioritäten der lokalen Bevölkerung berücksichtigt werden, und dass in der Forschung geeignete Methoden eingesetzt werden, um die Komplexität der Auswirkungen der Menschen zu erfassen.

Die Arbeit von WCS wurde durch ein Forschungsstipendium des Wirtschafts- und Sozialforschungsrates mit mehreren Partnern unterstützt.