Einsame Wolfsterroristen identifizieren: Nicht immer die Nase vorn | 2020

Inhaltsverzeichnis:

Anonim

In das Tagebuch schreiben Verhaltenswissenschaften des Terrorismus und der politischen Aggression Orlandrew E. Danzell und Lisandra M. Maisonet Montanez fassen die Standardtypologien zusammen, die derzeit zur Identifizierung von Personen verwendet werden, die dem Risiko ausgesetzt sind, sich dem Solo-Terrorismus zuzuwenden.

Die Autoren schlagen dann eine alternative theoretische Perspektive vor, die auf diesen Typologien - insbesondere der Radikalisierungsthese - aufbaut, um eine umfassendere Erklärung für das Verhalten einzelner Wölfe zu liefern.

Die "Internal Pack Conflicts Theory" von Danzell und Montanez legt nahe, dass alleinstehende Wölfe häufig das Ergebnis mehrerer Schlüsselpersönlichkeiten und Umweltfaktoren sind.

Sie schreiben: "Während frühere Typologien wichtige Einblicke in den Alleingangsterrorismus liefern, wird in der aktuellen Literatur häufig eine wichtige intervenierende Variable übersehen. Sie klären die Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden nicht ausreichend über den Prozess auf, der den Wendepunkt im Leben erklärt von einsamen Wölfen. "

Wie sie bemerken: "Obwohl einzelne Wölfe isoliert gedeihen und nur minimale Interaktionen mit anderen eingehen, entzünden sich in diesen sozialen Interaktionsprozessen (oder deren Fehlen) Motive, Absichten und Verhaltensweisen einzelner Wölfe."

Um ihre Theorie weiter zu untersuchen, überprüfen Danzell und Montanez die Fälle von Ted Kaczynski (der Unabomber), Timothy McVeigh (die Empörung von Oklahoma City) und Nidal Hassan (der Fort Hood-Angriff). Während die Autoren entdeckten, dass das Trio nicht viele „Profilmerkmale“ gemeinsam hatte, stellten sie fest, dass alle drei irgendwann in ihrem Leben Probleme mit der Hierarchie oder dem „Rudel“ hatten. Die Folgen dieser "Rudelkonflikte" waren ähnlich: Terrorakte gegen Einzelgänger.

Sie schließen daraus: "Im Gegensatz zu der bestehenden Theorie, die den einzelnen Angreifer als hoch entwickelt (d. H. Alpha-Persönlichkeiten) charakterisiert, zeigt diese Studie, dass es sich bei Terroristen einzelner Wölfe häufig um Betas handelt, die sich ähnlich wie die Tierhierarchie entwickeln."

Der skizzierte Ansatz von Danzell und Montanez bietet dem Rudel (dh der Gesellschaft) eine wichtige und tragfähige Möglichkeit, zukünftige Einzelgänger zu verstehen und zu identifizieren. Die Erfahrung der "Zerstreuung" - wenn "Wolf" ein früheres Rudel oder Umfeld verlässt und sich möglicherweise mit anderen "zerstreuten" Wölfen zusammenschließt oder nicht - ist der Schlüssel.

Dass diejenigen, die wir als "einsame Wölfe" betrachten, nicht unbedingt alleine handeln, ist auch eine entscheidende Erkenntnis.

Die Arbeit von Danzell und Montanez legt nahe, dass unsere Sicherheitsdienste nicht nach „Masterminds mit Alpha-Persönlichkeiten“ Ausschau halten, sondern dass „Betas“, die von der Gesellschaft „geschädigt“ oder „ausgestoßen“ sind, ebenfalls auf ihrem Radar bleiben.