Zurück in die Zukunft: Science Fiction wird zur wissenschaftlichen Tatsache: Neuer Prototyp für 3D-Displays, der ohne 3D-Brille verwendet werden kann | 2020

Inhaltsverzeichnis:

Anonim

Eine der technologischen Innovationen, die in diesem Film vorgestellt wurden, war ein riesiges 3D-Display. In Bezug auf diese Erfindung hatte Hollywood beinahe recht. Solche Anzeigen werden in Kürze möglich sein. Die TU Wien und TriLite Technologies präsentieren ein Anzeigeelement, das mithilfe einer speziellen Mikrooptik und beweglichen Mikrospiegeln unterschiedliche Bilder in unterschiedliche Richtungen projiziert. Mit dieser Technologie können 3D-Displays ohne 3D-Brille erstellt werden.

3D-Bilder auf riesigen Outdoor-Displays

Marty McFly, der Protagonist des Films "Back to the Future Part II", reist vom Jahr 1985 bis zum 21. Oktober 2015 mit einer Zeitmaschine. In der technologischen Utopie des Jahres 2015 wartet er auf einige Überraschungen. Eine von ihnen ist eine riesige Ausstellung über einem Kino, aus der ein schrecklicher 3D-Hai herauszuspringen scheint, um ihn zu holen. Bereits in den 80er Jahren gab es keine tragfähigen Konzepte für eine solche 3D-Display-Technologie. Heute ist diese Technologie in greifbarer Nähe.

Ein erster Prototyp wurde vor einigen Monaten von TriLite Technologies und der TU Wien entwickelt. Jedes 3D-Pixel ("TrixelTM" genannt) besteht aus einem Laser und einem beweglichen Spiegel. Der Spiegel lenkt die Laserstrahlen von links nach rechts über das Sichtfeld. Während dieser Bewegung werden die Bildinformationen geändert. Mit dieser Grundidee können unterschiedliche Bilder an das linke und rechte Auge des Betrachters gesendet werden, so dass ein 3D-Effekt entsteht, ohne dass eine 3D-Brille benötigt wird.

Neuer Prototyp, pünktlich zum Tag der Zukunft

Jetzt wurde ein viel weiter fortgeschrittener zweiter Prototyp vorgestellt. Es ist jetzt ein Vollfarbdisplay, eine bedeutende Verbesserung gegenüber der ersten einfarbigen Version. Jeder Trixel wurde mit drei verschiedenen Lasern ausgestattet (rot, grün und blau). Das Modul besteht aus 12x9 Pixeln, so dass beliebig viele Module zu einem großen Outdoor-Display zusammengesetzt werden können. "Die Software zur Steuerung der Module und zur Anzeige von Filmen wurde bereits entwickelt", sagt Jörg Reitterer (von TriLite Technologies und Doktorand im Team von Professor Ulrich Schmid an der TU Wien). "Wir können jeden handelsüblichen 3D-Film verwenden und auf unserem Display abspielen."

"Die Basistechnologie wurde 2011 von TriLite Technologies erfunden. An der TU Wien arbeiteten drei Forschungsinstitute an unterschiedlichen Aufgaben wie dem Steuern und Optimieren der Verbindung zwischen ihnen. Die Technologie ist jetzt marktreif und wir suchen Partner für die Massenproduktion auf der ganzen Welt ", sagt Franz Fidler, CTO von TriLite Technologies.